Ich verbeuge mich vor den Friedhofsgärtnern

http://www.soll-galabau.de/aktuelle-news/ansicht-aktuelles/datum/2012/03/18/erstes-ausstellertreffen-der-friedhofsgaertner-erfolgreich-verlaufen-friedhofsgaertner-besichtig.html

Mittlerweile gibt es für jeden Beruf einen Verband. Es hat mich nicht verwundert, dass auch die Friedhofsgärtner in Hamburg einen haben. Immerhin hat diese Tätigkeit eine lange Tradition. Laut des Artikels wird nächstes Jahr vom März bis Oktober in Hamburg eine öffentliche Ausstellung stattfinden, in dem Friedhofsgärtner 120 Mustergräber präsentieren, passenderweise auf dem Gelände eines ehemaligen Friedhofs. Ich bin mir sicher, dass viele Menschen versuchen werden, einen Bogen darum zu machen. Der Tod ist nach wie vor ein Thema, über das nicht gern gesprochen wird. Dabei gehört er zum Leben mit dazu. Aber, wenn ich ehrlich sein muss, ich würde eine solche Ausstellung, in dem es um die letzte Ruhestätte geht, auch nicht unbedingt besuchen wollen. Ich wüsste auch keinen Grund. Schließlich geht es um Gräber und ich bin mit meinen dreißig Lenzen noch weit davon entfernt, mir eins anzuschaffen. Nichtsdestotrotz verbeuge ich mich vor den Friedhofsgärtnern, die sich darum bemühen, dass die Gräber gepflegt werden und die gesamte Friedhofsanlage weiterhin ein Ort bleibt, in dem es einzig und allein darum geht, den Menschen, die man verloren hat, in aller Ruhe zu gedenken.

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